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RaumLabor Tag 3

on Februar 22

Hochbegabte Kinder im RaumLabor: Mit dem Marsrover unterwegs

Logbucheintrag Extra-Workshoptag | Tag 3 – 22. Februar 2014
Koordinaten | Breitengrad: 50.1779046 | Längengrad: 8.659756799999968

„Das macht sehr viel Spaß. Aber Stanzen macht am meisten Spaß!“ Ruben schlägt mit einem Hammer und einem Stanzwerkzeug kreisrunde Formen aus Pappe. „Die Kreise sollen die Speichen der Räder werden.“ Hier geht es um die Räder eines Marsrover, von dem heute jedes Kind einen basteln und mit nachhause nehmen darf.

Im Zendome demonstriert Dominik an einem kleineren Modell, was passiert, wenn er zwei Kabel, die aus dem Fahrzeug kommen, mit der Solarzelle verbindet. Er knipst das Licht an und hält die Solarzelle darüber.

Die Achse der Räder beginnt sich zu drehen und… „Oh, da stimmt was mit den Rädern nicht.“ Der Modell-Marsrover stockt und bewegt sich nicht vorwärts. „Den haben wir aber gar nicht gebaut“, entschuldigt er das. Doch die Hoffnung ist groß, dass die Fahrzeuge der jungen Mechaniker bestens funktionieren werden.

Benzin ist nicht immer der beste Treibstoff

An dem größeren Arbeitstisch verteilt sitzen die Kinder einer hochbegabten Gruppe im Alter von unter zehn Jahren. Mit Hilfe von Till Hergenhahn und Rolf Degel vom Umwelt-Exploratorium e.V. schneiden, kleben, konstruieren sie ihre Werke. „Ich mach Vorderradantrieb!“, ruft Fabian. „Die meisten Spielzeuge haben aber Hinterradantrieb“, entgegnet Dominik. „Tja, dann kommst du aber nicht durch Schnee.“

Während Rolf Degel an Kabeln lötet, beschreibt er die Idee hinter dem ungewöhnlichen Workshop, der in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Kinderbüro und Energiereferat realisiert werden konnte:

„Wir überlegen, wie wir auf dem Mars ein Fahrzeug ohne Benzin betreiben.“ Dann fragt er in die Runde: „Warum funktioniert das mit dem Benzin nicht auf dem Mars?“ – „Weil es da oben keinen Sauerstoff gibt, den es braucht, um das Benzin zu verbrennen“, antwortet es aus der Runde der jungen Hochbegabten.

Ein Monstertruck für Offroad-Situationen

„Genau, wir suchen Lösungsmöglichkeiten für Extremsituationen“, ergänzt Rolf Degels Kollege Till Hergenhahn. „Auf der Erde wäre sowas als Auto natürlich Quatsch. Aber generell suchen wir Ideen dafür, wie man vermeiden kann, ein Kraftwerk zu bauen und stattdessen Regenerative Energiequellen einzusetzen.“

So ein Marsrover besteht aus leichten bunten Pappteilen, die hier mit Tackernadeln, dort mit Heißkleber in Form geklebt wird. Das Drehlager für die Räder bildet ein Schaschlikspieß in einem Stromhalm. Und aufs Dach des länglichen Weltraumgefährt kommt eine flexible Solar-Dünnschichtzelle, die nicht nur leicht, sondern auch robust ist.

In vielen Punkten wie Form, Größe und Profil der Räder können die Kinder ihre eigenen Ideen einbringen. „Deiner sieht aus wie ein Monstertruck“, beschreit Jan Fabians Fahrzeug, dessen breite Räder mit Zahnstochern beklebt und marsfest gemacht sind.

Solarenergie ohne Ende

Svea hat Ecken in die hohen Räder geschnitten. Ihr Marsmobil ist fertig, nur noch die Solarplatte muss aufs Dach geklemmt werden.

Dann geht es nach draußen ins Tageslicht zum ersten offiziellen Start eines RaumLabor-Fahrzeugs. Sobald die Sonnenstrahlen auf Sveas Konstrukt treffen, dreht sich seine Achse. Das Mädchen lässt die Rover-Räder hinab auf den Boden. Dann fährt er los in einem ordentlichen Tempo, und man muss ihm regelrecht hinterherlaufen, damit er nicht abhaut.

Damit ist eine weitere Aufgabe des Projekts MORGEN IST JETZT gelöst. Bevor sich die AstronautInnen aber wirklich auf den Weg zum Mars machen, diskutieren sie noch eine wichtige Frage: „Was machen wir eigentlich, wenn wir aus dem RaumSchiff rausgehen und einem Alien begegnen?“ – „Na, ich würde erstmal einfach hallo sagen“, schlägt Till Hergenhahn vor.

Fotos RaumLabor: Salome Roessler

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