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RaumLabor Tag 5

on Februar 27

Kinder im RaumLabor: Hier packen Kinder an

Logbucheintrag Tag 5 | 27. Februar 2014
Koordinaten | Breitengrad: 50.1779046 | Längengrad: 8.659756799999968

„Das bin ich, ich seh mich, ich seh mich!“, ruft es aus der Mitte der Schülergruppe im Zendome des Frankfurter Kinderbüros, den die „Crew“ auch RaumSchiff nennt. „Tja, jeder von euch erzeugt Wärmeenergie, und hier können wir ganz klar eure Körper erkennen“, erklärt Till Hergenhahn die Fotos.

Es handelt sich um Infrarot-Aufnahmen, die das Umwelt-Exploratorium an einem anderen Akademietag gemacht hat und nun mit einem Beamer an die Innenseite des RaumSchiffs projiziert. Auch Hände strahlen Wärme aus und hinterlassen sogar einen Abdruck für kurze Zeit. Den kann nur die Wärmebildkamera sehen. „Und was ist das für ein Kreis da an der Wand unseres RaumSchiffs? Warum ist es da warm um die Handabdrücke herum?“, lautet Rolf Degels Frage an die jungen ForscherInnen.

Dass die „Kreisfrage“ sich gar nicht so einfach beantworten lässt, zeigt sich in der lebhaften Diskussion. „Das ist das Fenster!“, ruft Alma. Das Bild wurde außerhalb des Zendomes aufgenommen. Der Kreis kommt von dem runden Fenster in der Wand, das zum Zeitpunkt der Aufnahme geschlossen war. Scheinbar war es nicht dicht und Wärme konnte nach draußen entweichen.

Der Mensch ist eine kleine Heizung

„Aber woher kommt die Wärme? Haben wir hier drin eine Heizung?“ Die Kinder und frischgebackenen Astronauten wissen nun besser bescheid, als mancher Erwachsener. „Wir sind das, wir strahlen Wärme aus.“

„Richtig“, lobt der Experte, „jeder von euch produziert ungefähr 100 Watt Wärmeenergie. Wenn wir hier so viele Leute sind, kann das richtig warm werden.“ Doch wenn die Wärme durch ein so schlecht isoliertes Fenster wie das des runden Zendome-Exemplars nach draußen entweichen kann, geht sie verloren. Ein gut gedämmtes Haus bleibt warm und braucht somit viel weniger Kraft von einer Heizung.

Die Zusammenfassung der letzten Tage, zeigt noch mal deutlich: „Die Akademie ist auf jeden Fall ein Erfolg“, freut sich Rolf Degel vom Umwelt-Exploratorium. „Die Themen kamen im Großen und Ganzen rüber, auch wenn etwa ein Begriff wie Effizienz greifbarer war als Suffizienz.

Uns ist wichtig, dass Kinder das Handwerkszeug kriegen, nicht nur um über Themen zu reden, sondern um auch zu handeln. Sich zu fragen: Was kann ich wirklich machen, um mich nicht auf die Erwachsenen zu verlassen? Zudem kommen die Kinder den Problematiken durch eigenes Bauen und Ausprobieren näher. Sie konnten ja richtig kreativ werden. Mit einem so kurzweiligen und vielseitigen Konzept festigt sich Wissen besser.“

Schwimmen oder Schlitten? Beim Treibhauseffekt geht es um mehr.

Auch was der Treibhauseffekt bedeutet, haben die Kinder im RaumLabor gelernt. CO2 können wir zwar nicht sehen. Aber wenn der CO2-Gehalt in der Luft ansteigt, wird es auf der Erde wärmer.

„Jetzt könnten wir sagen, ich finde das nicht schlimm, wenn es wärmer wird. Dann kann ich eben weniger Schlitten fahren, aber dafür öfter ins Schwimmbad gehen“, gibt der Till Hergenhahn zu bedenken.

Dann fährt er fort: „Wir haben auf der Erde aber auch noch andere Lebewesen. Die entscheiden nicht zwischen Schwimmbad oder Schlittenfahren, sondern…“ – …“ob es ihnen gut geht oder nicht!“, ruft Paul dazwischen. Und so ist es, nur ein paar Grad bedeutet für viele Lebewesen eine einschneidende Veränderung

Räder können die Kraft des Windes vervielfältigen

So werden beim Rückblick auf die Workshoptage im RaumLabor viele Gedanken diskutiert. Etwa die Endlichkeit der Ressourcen, versteht Lorenz: „Wenn die Erdölvorräte leiden, ist das blöd.“ Paul erklärt noch mal das Ding mit der Suffizienz.

Außerdem kommt die Frage auf, ob nicht wenigstens alle Fische im Meer essfertig gekocht würden, wenn es so richtig richtig heiß auf der Erde wird. Und ob es Frieden auf dem Mars gibt. Am Ende wissen alle, dass die Menschen auf die Erde aufpassen müssen. Und auf den Mars am besten gleich mit.

Woher eine alternative Energie kommen kann, demonstriert das Umwelt-Exploratorium anhand eines aus Pappe gebauten, stabilen Windrads. Wind von einem Ventilator trifft auf den Rotor und bringt ihn zum Drehen. Der Rotor überträgt die Windkraft auf ein Rad, das durch Drehen eine Kordel aufwickelt.

An dem Ende der immer kürzer werdenden Kordel hängt ein Hammer. Und allein durch den Wind und einer cleveren Kraftübertragung hebt sich der Hammer vom Boden und steigt bis ganz nach oben zum Laufrad. Die jungen ForscherInnen der Textorschule sind beeindruckt. Das Praktische an der Windenergie: Sie wird nicht irgendwann leer.

Die Fortsetzung vom finalen RaumLabor-Tag folgt.

Fotos RaumLabor: Salome Roessler
Fotos Wärmebildkamera: Umweltexploratorium e.V.

 

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