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RaumLabor Finale

on Februar 28

Kinder im RaumLabor: RaumLabor-Finale mit „Wow-Effekt“

Logbucheintrag Tag 5 | 27. Februar 2014
Koordinaten | Breitengrad: 50.1779046 | Längengrad: 8.659756799999968

Gegen Ende des finalen Tages prüft die Mars-Crew, was man mit einer selbstgebastelten Marsrakete aus Pappe anstellen kann. Endlich ist die Theoriestunde vorbei, und die Kinder können ihre selbstgebastelten Konstruktionen von gestern einsetzen. Zuvor haben sie die Raumkapseln, die locker auf dem Teil mit der Rakete sitzen, mit Papier-Astronauten und Baumaterialien gefüllt, um verschiedene Gewichte zu testen.

Alle rennen aufgeregt aus dem RaumSchiff im Hangar des Alten Flughafens zur „Startrampe“. Die besteht aus einem „Starttisch“, auf dem eine große Luftpumpe wartet. Direkt daneben beginnt das Trägerseil, das ansteigt und durch die komplette Breite des Hangars bis zum Mars führt. Absperrband hält das Publikum in sicherer Distanz, schließlich sollen keine AstronautInnen in der Flugbahn rumrennen.

Kian klettert mit einer Marsrakete auf den Tisch. „Mars One“ steht drauf. Er setzt mithilfe seiner Kollegen die Räder der Rakete mitsamt aufgesetzter Kapsel auf das Seil. „Das Ventil, wo ist das Ventil?“ In der Rakete steckt eine Plastikwasserflasche, und die wiederum kommt mit einem Deckel, der als Ventil dient.

Die Spannung steigt beim Raketenstart

Als Kian das Teil findet, steckt er einen dünnen Schlauch durch ein Loch im Deckel, schraubt ihn auf die Flasche und bringt den Schlauch an der Luftpumpe an. Jetzt kann es losgehen. Der Schüler pumpt, was das Zeug hält.

Der Moment des allerersten offiziellen Launches einer RaumLabor-Marsrakete ist ein spannender. Was wird passieren? Wird es laut? Wird die Rakete quer durch den Raum fliegen? Wird sie überhaupt fliegen? Oder wird gar die Flasche platzen?

Die Flasche hält viel aus, wie sich zeigt, als Kian mit Kraft und Eigengewicht die Pumpe runterdrückt. Die anderen von der Crew zählen den Countdown: „Zehn, neun, acht…“ Es fällt dem Schüler immer schwerer, aber noch ein bisschen mehr Luft geht. „sechs, fünf … drei, vier…drei“ zählt es aus allen Himmelsrichtungen.

Lorenz greift zum Ventil – „Achtung, Achtung, jetzt!“ – und zieht es von der Flasche. Ein lautes Zischen ertönt, ähnlich dem einer Silvesterrakete. Einige zucken zusammen vor Schreck. Und die Rakete saust mit Schmackes am Seil nach oben bis ganz zur anderen Seite. „Yeaaaaaah!“, rufen alle.

Wer hat die beste Rakete im ganzen Universum?

„Das ist ein ganz schöner Wow-Effekt“, staunt Martina Wientzek, die Klassenlehrerin der Astronauten-Crew. „In der Workshop-Geschichte trennt sich die Kapsel von der Rakete und landet samt Astronaut und Equipment, das die Menschen dort brauchen, auf dem Mars.“

„Wir hoffen, dass wir dieses Workshopkonzept noch weiterführen können“, erklärt Rolf Degel. „Mit Thomas Ziegler vom Frankfurter Kinderbüro, dem auch das RaumSchiff, also der Zendome gehört, sind wir im Gespräch, wie wir das RaumLabor ausbauen und regelmäßig wiederholen können. Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel die Kinder wissen und verstehen und wie sie zupacken können.“

Zum Schluss ist jeder stolz auf seine Rakete, weil die eine aerodynamischer ist, die andere stabiler und noch eine beeindruckend aussieht. Kian zeigt eines der allerallergrößten Modelle. – „Toll, und wer hat die gebaut?“, fragt ein Workshopleiter. – „Ich!“

Bilder: Umweltexploratorium e.V.

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